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Die Regionalen Filmtage an Schulen „Flucht und Vertreibung heute"

sind ein Projekt des NLQ und der AEWB zur Förderung politischer Bildung in Schulen in Zusammenarbeit mit den „Demokratiezentren der niedersächsischen Erwachsenenbildung" und den Medienzentren des Landes Niedersachsen.

 

         

Aufgabe der politischen Bildung ist es, Schüler*innen zu ermöglichen, Verständnis für Politik zu finden, Einsichten in politische Zusammenhänge zu gewinnen und Kompetenzen zu entwickeln, sich in politische Willensbildungsprozesse aktiv einzubringen. Dafür ist die Auseinandersetzung mit aktuellen, gesellschaftlich diskutierten Herausforderungen bedeutungsvoll. Es geht um Zukunftsfragen, die sie auch diskutieren. Mit dem Thema "Flucht und Vertreibung heute" nehmen die Förderer (NLQ und AEWB) angesichts der zunehmenden Herausforderungen der weltweiten Fluchtbewegungen eines der wichtigsten Themen der nächsten Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte in den Blick. Filme sind dabei ein unverzichtbares Element der gesellschaftlichen Bildungskultur, ob als Spielfilme, Dokumentationen oder andere Formate.
 
 
 

News

 

Regionale Filmtage im Rahmen des Projekts "Gemeinsames Haus"

Die nächsten Regionalen Filmtage finden an der Göttinger BBS I im Rahmen des Schulprojekts "Gemeinsames Haus" vom  1. bis 29. September 2017 statt.

Im gemeinsamen Arbeiten und Erleben jugendlicher Geflüchteter und deutscher Jugendlicher beim gemeinsamen Hausbau kommen kulturelles und praktisches Wissen verschiedener Menschen und Nationen zusammen. Neben der Kernarbeit des Hausbaus findet ein Besuch der Ausstellung von Berenice Güttler statt, sowie Workshops in den Bereichen Film, Radio, Öffentlichkeitsarbeit/Werbung und Veranstaltungsorganisation.

Unterstützung erhalten die Schüler*innen bei den Filmarbeiten durch die LEB im Rahmen der "Regionalen Filmtage an Schulen". Angeleitet und unterstützt werden die Filmarbeiten von Tobias Milde von Blickwechsel e. V. Die anderen Workshops erhalten Unterstützung vom Stadtradio Göttingen und dem Team von Kunstverein und KAZ. Am Ende des Projekts sollen ein fertiges Haus, ein Film, eine Ausstellung, eine Kalenderpublikation und eine Radiosendung entstehen.

Alle Ergebnisse werden am Tag des Flüchtlings, Freitag, 29. September 2017, von 10:00 – 13:00 Uhr

öffentlich in der BBS1, Friedländer Weg 33 präsentiert.

 

Das Projekt findet in Kooperation mit dem KAZ, der BBS1, der LEB (im Rahmen der Regionalen Filmtage) und dem Stadtradio Göttingen statt.

Das Projekt "Gemeinsames Haus" wird gefördert von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.

 

 

 

Regionale Filmtage an der Drei-Flüsse-Realschule Hann. Münden

Wir freuen uns über drei neue Kurzfilme aus Hann. Münden!

Im Rahmen der Regionalen Filmtage 2017 sind drei großartige Filme entstanden: „Aus Feind wird Freund“, „Falsch verstanden“ und „Mädels“. Schüler*innen der neunten Klasse der Drei-Flüsse-Realschule entwickelten die Filmideen und schrieben eigenständig das Drehbuch, bedienten die Kamera und führten Regie. Ton, Schnitt und Schauspiel übernahmen die Schüler*innen ebenfalls selbst. Und das alles in zwei Tagen! Unterstützt wurden sie dabei von Tobias Milde (Blickwechsel e. V.).
 
 
 
 

Regionale Filmtage an der BBS I und BBS III in Göttingen

In Südniedersachsen werden die Regionalen Filmtage 2016/2017 von uns umgesetzt. Der erste Durchgang fand im September 2016 statt. Leon Kloke und Carsten Seydlowsky gingen hierfür, für jeweils einen Schultag an die BBS I und BBS III in Göttingen, um mit den Schüler*innen das diesjährige Thema der regionalen Filmtage "Flucht und Vertreibung heute" gemeinsam aufzugreifen.

Ziel des Projekts ist die Förderung und Entwicklung von Demokratiebildung in Auseinandersetzung mit dem Medium Film. Ausgewählt wurde für dieses Jahr der Dokumentarfilm „My Escape". Eine Produktion des WDR, die sich intensiv mit der Flucht aus Sicht von Menschen aus Syrien, Afghanistan und Eritrea auseinandersetzt. Bei dem Film handelt es sich um einen Zusammenschnitt von Videos und Fotos, die die interviewten Menschen auf ihrer Flucht nach Deutschland selbst gemacht haben. Deutlich wird hier u. a. die Wichtigkeit eines Smartphones oder eines Handys auf der zum Teil lebensgefährlichen Flucht. Kloke „Der Film zeigt, dass ohne moderne Kommunikation Flucht in ihrer derzeitigen Form nicht möglich wäre. Gleichzeitig sind Handy oder Smartphone für die Geflüchteten oft der letzte soziale Anker und die einzige Verbindung zu ihrem früheren Leben, die sie retten konnten. Die Jugendlichen zogen hier Parallelen zu ihren Lebenswelten und derer der Geflüchteten. Zudem wurden Vorurteile über vermeintlich "reiche" Geflüchtete mit teuren Smartphones ausgeräumt".

Der Film hinterlässt eindrückliche Bilder und bietet so die Grundlage für Diskussionen rund um das Thema politische Bildung: Angefangen bei der Bedürfnisgleichheit aller Menschen, über Fluchtgründe, medienkritische Reflexion bis hin zur gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Insbesondere die Verbindung von Politischer Bildung und Medienbildung kam bei den Schüler_innen gut an. Seydlowsky äußert sich zufrieden „Gerade der Perspektivwechsel auf die Lebenswelten und Erlebnisse geflüchteter Menschen hat unter den Schüler_innen zu lebhaften Diskussionen geführt und eine empathische Haltung gestärkt. Nicht zuletzt haben die Schüler_innen durch die intensive Beschäftigung mit medialer Berichterstattung über Flucht und deren Funktionalisierung von Rechts eine kritische und selbstbestimmte Meinungsbildung erprobt. Diese Fähigkeit ist zentral, um in der heutigen Flut von Informationen Abwehrkräfte gegen Vorurteilen und Verschwörungstheorien auszubilden".

Auch im kommenden Jahr werden die regionalen Filmtage von der LEB angeboten. Interessierte Schulen können sich gerne unter 0551 820790 oder goettingen@leb.de melden.