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Connected

Ein Kurzfilm von und mit jugendlichen Geflüchteten

Die unbegleiteten jungen Geflüchtete, die bei uns ankommen, sind vor Menschenrechtsverletzungen, Kriegshandlungen und wirtschaftlicher Not geflohen. Sie suchen bei uns Schutz und bessere Lebensumstände. Einige von ihnen wurden auf der Flucht von ihren Eltern getrennt, andere haben ihre Familie gänzlich verloren und wieder andere wurden von ihren Familien auf der Suche nach einem besseren Leben zu uns nach Europa geschickt. Insbesondere für Kinder und Jugendliche ist diese Situation überaus dramatisch und traumatisierend. Aufgrund der erschwerten Bedingungen stellt insbesondere die Einreise unbegleiteter junger Flüchtlinge für die aufnehmenden Städte und den zuständigen Behörden und sozialen Einrichtungen eine sehr große Herausforderung dar und bedarf starker Unterstützung von allen Seiten! Den geflohenen Kindern und Jugendlichen wird es in Deutschland ermöglicht, die deutsche Sprache zu lernen, soziale Kontakte zu knüpfen, eine Schule zu besuchen und einen Abschluss anzustreben. Hierfür ist eine intensive Betreuung durch pädagogisches Personal notwendig. Der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen e. V. (LEB) war es mittels des Filmprojekts möglich, einen unterstützenden Beitrag zu leisten. Die jungen Menschen konnten filmisch ihren Gefühlen und Gedanken Ausdruck verleihen und positive Erfahrungen sammeln, die ein stückweit helfen können, sich an das neue Umfeld zu gewöhnen.

Connected ist das Ergebnis aus einer einwöchigen Zusammenarbeit von jungen unbegleiteten Flüchtlingen aus Hann. Münden, der Filmproduktionsfirma EneMeneMovie, der Jugendhilfe Süd-Niedersachsen e. V. (JSN) und der LEB. Eine Woche vor Beginn des Projekts trafen sich die zwölf Jugendlichen, die aus Eritrea, Afghanistan, Syrien und dem Irak stammen gemeinsam mit ihrem Betreuer vom JSN, mit den zwei Filmemachern und der Projektleiterin der LEB zu einem Kennlerngespräch in der ehemaligen Kurhessenkaserne. In der Kaserne sowie in umliegenden Hotels und Wohnungen sind momentan 140 unbegleitete junge Flüchtlinge untergebracht. Betreut und begleitet werden diese von der JSN in Zusammenarbeit mit vielen anderen Institutionen. Verständigt wurde sich bei dem Treffen auf deutsch, englisch und mit Händen und Füßen. In der darauffolgenden Woche wurde ein siebenminütiger Kurzfilm zum Thema „Freundschaft" produziert. Die Jugendlichen schrieben das Drehbuch, übernahmen die Regieanweisungen, führten die Kamera, übernahmen die Tonaufnahmen und spielten die Rollen selbst. Die Jugendlichen wurden in jegliche Produktionsarbeiten mit einbezogen und konnten so den Film ganz nach ihren Wünschen entwickeln und gestalten. Begleitet und unterstützt wurden sie die ganze Zeit von EneMeneMovie, die auch die Postproduktion übernahmen. 

Handlung
Sam ist ein ganz normaler Junge, nur Freunde zu finden fällt ihm schwer. Als er eines Nachts nach einem einsamen Club-Besuch beinahe ausgeraubt wird, beschließt Sam etwas gegen seine Einsamkeit zu unternehmen und wählt dabei einen ungewöhnlichen Weg. Schauen Sie hier den kompletten Film. Zum Making Of geht es hier entlang.

 Connected fand im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" statt.

 

 

Interkulturelles Herbstfest in Dudertstadt

Zahlreich erschienen Gäste aus aller Welt und Aussteller aus Duderstadt und Umgebung zum interkulturellen Herbstfest. Gefeiert wurde in den Räumlichkeiten der Ländlichen Erwachsenenbildung e. V. (LEB).

Beim Tanzen, Kickern und Basteln kamen sich Menschen jeden Alters näher. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Dolmetschern, die nicht nur bei persönlichen Gesprächen aushalfen, sondern auch bei den interessanten Fachvorträgen. Thomas Gerdau von der Caritas referierte sehr anschaulich zum Thema „Aktuelle politische Situation in den Herkunftsländern". Im Anschluss daran stellte Ingmar Dalchow von der Mosterei Malus das Projekt „Refujuice" vor. Von dem im Projekt erzeugten leckeren Apfelsaft konnten sich alle Anwesenden selbst überzeugen und gegen Spende an seinem Stand vom Apfelpunsch kosten. Abgerundet wurde die Vortragsreihe von Tassew Shimeles; er berichtete über das Projekt „Internationale Gärten".

Das Grußwort sprach der Duderstädter Bürgermeister Wolfgang Nolte und machte in deisem Zuge das Angebot, den nationalen Geschäftsstellensitz der Internationalen Gärten nach Duderstadt zu holen. Darüber hinaus dankte er dem Dolmetscher Kaid Schullan für seine „100 % richtige Übersetzung" seines Grußwortes.

An den Ständen der LEB, der Caritas, des Malteser Hilfsdienstes, dem Landkreis Göttingen, dem Café Grenzenlos, dem Projekt Nächstenliebe, der Initiative „Märchen der Völker", des Schachclubs Duderstadt, der Kreisvolkshochschule, der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung und der Berufsbildenden Schulen Duderstadt konnten sich Interessierte über die Angebote in der Flüchtlingshilfe informieren. Der gegen Spende zubekommende Kuchen wurde von den Damen des Café Grenzenlos gebacken.

Achim Schulze als Vorstandsmitglied der Caritas wies ins seinen Worten ausdrücklich darauf hin, dass in jeglichen Projekten die neuen Bürger nicht vergessen werden.

Cornelia Lüer-Hempfing, Bereichsleiterin der LEB danke insbesondere den Ehrenamtlichen für ihren großartigen Einsatz und der Caritas für die enge Zusammenarbeit und enormer Unterstützung. „Ohne die Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wäre das Fest in diesem Rahmen nicht ohne weiteres möglich gewesen" so Lüer-Hempfing abschließend.

Highlight des Festes war ganz klar der Auftritt der Gale-Band aus Herzberg, deren feuriger Rhythmus viele Gäste zum Tanzen animierte.

 

Chronik der Aufnahmekultur im Landkreis Göttingen

Das aktuelle Thema Flucht und Migration wurde durch die Veranstaltung „Chronik der Aufnahmekultur im Landkreis Göttingen" der LEB, am 9. Dezember von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr aus einer historischen, aber lebensnahen Perspektive betrachtet.
Die lange Geschichte der Aufnahmekultur im Landkreis Göttingen und die dahinter stehenden vielseitigen Lebensgeschichte aus vielen verschiedenen Ländern der Erde, geben einen interessanten Einblick in die Geschichte und schlagen den Bogen zur heutigen Flüchtlingskrise und Aufnahmesituation im Landkreis. In drei Fachvorträgen konnten sich Besucher_innen zu den Themen „Tradition der Aufnahmekultur im Landkreis", „Aktuelle Situation der Aufnahme und Verteilung" sowie „Folgen von Flucht und Migration auf nachfolgende Generationen" informieren.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" statt.